Chronik der Schule

Aus Anlass unserer Schuleinweihungsfeier und 50 Jahrfeier am 14.5.2010 nahmen zwei 4. Klassen mit ihren Lehrerinnen die (Volks)schulgeschichte Schwabmünchens unter die Lupe und stießen auf Erstaunliches. Wo wurden die Hinweise aufgespürt?

In manchen Büchern über Schwabmünchen fand sich einiges; besonders wichtig war die Schulchronik, die an unserer Schule seit Jahren geführt wird.

Zunächst einmal gibt es zu bemerken, dass Schwabmünchen immer Schulen nach Bedarf baute. So mussten die Schüler, bis die Sankt – Ulrich – Schule im Jahr 1955 geplant und ab 1957 gebaut wurde, seit Einführung der Schulpflicht um 1810, in vier verschiedenen Schulgebäuden unterrichtet werden.

Zuerst wurde in dem heute nicht mehr vorhandenen Magistratsgebäude – es musste der Durchgangsstraße weichen - nördlich der Kirche in zwei Schulzimmern Unterricht gehalten.

1850wurde schließlich das Schulgebäude am Pfarrgässele (heutiges Jugendzentrum) mit 3 Schulzimmern errichtet.

1865wurde ein Schulhaus (oberes Schulhaus) in der Museumstr.2 (auf dem Platz, wo lange der HS- Markt stand) gebaut. Dieses Schulhaus wurde nach dem Krieg abgerissen, weil es zu stark beschädigt war.

1877/78wurde das Schulhaus (unteres Schulhaus) unterhalb des Wasserturms in der Museumstraße erbaut. Es beherbergte 5 Schulsäle, Nebenräume und eine Lehrerwohnung. Darin befindet sich heute u.a. die Sozialstation.

1914wurde das Schulhaus an der Frühlingsstraße (heute: Holzheystraße) (heutiges Museum) bezogen. Es gab dort Lehrerwohnungen und eine Hausmeisterwohnung.

Bis zum Umzug in die St. – Ulrich – Grundschule teilten sich die Volksschüler das Schulhaus am Pfarrgässele, das obere Schulhaus und das Schulhaus in der Frühlingsstraße mit Realschulklassen. Danach, 1958, war die gesamte Realschule im heutigen Museumsgebäude bis 1976 untergebracht.

Von 1873 bis in 1968 gab es noch die Holzhey’sche Industrieschule, wo die Mädchen vor allem in Handarbeit unterrichtet wurden. Die Schule wurde von Carl Joseph Holzhey als Stiftung gegründet, der eine Spinnerei, Strickerei und Weberei unterhielt und deshalb daran interessiert war, dass seine zukünftigen Arbeitskräfte in Handarbeiten unterrichtet wurden. Die Räumlichkeiten befanden sich in der Nähe des St. Michael – Kindergartens.

 

Zurück zu unserer Schule:

1957wurde das Gebäude bezogen. Zunächst war die Schule in eine Buben- und Mädchenschule getrennt. Beide hatten ihre eigenen Rektoren. Die Buben waren im Osttrakt untergebracht, die Mädchen im Westtrakt. Der Rektor der Bubenschule hieß Martin Stuhler und die Rektorin der Mädchenschule Elisabeth Rädler, später verheiratete Berrenberg. Es gab 8 Schuljahre.

Mit dem Schuljahr 1969/70 gab es eine bedeutende Änderung.

Die Volksschule wurde aufgelöst und neu gegliedert.

Aus der Knaben – Volksschule und der Mädchen – Volksschule wurden eine Grundschule (1. – 4. Klasse) und eine Hauptschule (5. – 9. Klasse) gebildet. Schwabegg, Klimmach (mit Birkach und Leuthau), Mittelneufnach, Scherstetten und Mittelstetten wurden in die Jahrgänge 1-4 in Schwabmünchen eingegliedert. Mit Ausnahme von Schwabegg und Mittelstetten verblieben noch Außenstellen in den Gemeinden.

Die Grundschule war im Westtrakt untergebracht, die Hauptschule im Osttrakt.

Rektor der Grundschule wurde Herr Sigurd Schlögel, die Hauptschule übernahm Herr Bernhard Straub.

Nach sechsmonatiger Bauzeit wurde der Erweiterungsbau am 20. 4. 1971 eingeweiht.

1971/72wurde die Gesamtschule ins Leben gerufen. Sie war mit elf 5. Klassen im Erweiterungsbau untergebracht, zog aber dann 1972 in das Gebäude am Breitweg. 

Ab diesem Schuljahr gingen die Schüler aus Scherstetten nach Hiltenfingen in die Schule.

1972/ 73:Die Hauptschule bekam Walter Günther als neuen Schulleiter.

Mit Ende des Schuljahrs 1974/75 lief die Hauptschule als selbstständige Schulart aus; in Schwabmünchen gab es zu dieser Zeit nur die Gesamtschule am Breitweg als weiterführende Schule. 

Am 9. 8. 1976 wurde die „Volksschule Schwabmünchen (Grundschule)“ in

„Sankt – Ulrich – Volksschule – Schwabmünchen (Grundschule)“umbenannt.

Im Schuljahr 1979/80 wurden die Grundschüler aus Mittelneufnach der Schule in Walkertshofen zugeteilt. 

Die neue Dreifachturnhalle wurde 2002 in Betrieb genommen.

Von 2006 – 2010 fand der große Umbau der Schule statt. Dabei wurde das alte Gebäude zwischen den beiden Trakten abgerissen und an dieser Stelle ein neues, zweistöckiges mit Keller errichtet. Alle anderen Klassenzimmer wurden gründlich saniert. Zudem bekam 2008 unsere Schule eine Sozialarbeiterin.

 

Besondere Aktionen und entstandene Traditionen:

Am 5. Dezember 1983 kam zum ersten Mal der Nikolaus.

Seit  1990 findet jeden ersten Mittwoch im Monat das gesunde Pausenfrühstück statt.

Von 1990 – 2000 machte die Grundschule Schwabmünchen viele Umweltprojekte.

2001wurden die Streitschlichter als feste Einrichtung gegründet.

Das regelmäßige Schulbustraining gibt es seit 2004.

Die Gründung der Gruppe der Schulsanitäter erfolgte 2005.

Von 2006 – 2009 führte unsere Schule das groß angelegte Gesundheitsprojekt: „Fit isst hipp“ durch.

Zum Mozartjahr fand 2006 ein Projekttag statt.

2008gab es abends ein Projekt: die Gespensternacht.

2009kam die Miniphänomenta an unsere Schule und die Gruppe der Tutoren wurde ins Leben gerufen.

Die große Schuleinweihungsfeier fand am 14. Mai 2010 statt. Seither gibt es einheitliche, bunte T – Shirts mit dem Logo unserer Schule.

 

Die Rektoren der Grundschule ab 1969

1969 – 1982: Sigurd Schlögel

1982 – 1989: Alois Schnatterer

1989 – 2003: Annette Hartmann

2003 – 2010: Erhard Panhans

seit 2010 Ursula Timmler